Traumatisierte Tiere und ihre Behandlung

Traumatisierte Tiere finden wir überall. Als Pferde, Hunde und Katzen zu 90 % in Tierheimen, Gnadenhöfen und Tierauffangstationen.

Tiere können verschiedene Arten von Traumen haben und erwerben. Oftmals liegt die Ursache bei den Besitzern selbst. Die meisten Tierbesitzer sind sich nicht über die Bedürfnisse Ihrer Tiere informiert. 90 % der Tiere werden falsch gehalten, falsch behandelt und nicht verstanden.

Aus dem Griechischen abgeleitet bedeutet ein Trauma eine Wunde, seelisch wie körperlich. Nach starker körperlicher Einwirkung, wie etwa einer Misshandlung, einem Unfall, einer Verbrennung oder einer Vergiftung, kommt es auf der Körperebene zu einem Trauma.

Werden Tiere zur Last, weil sie teuer geworden sind in der Haltung, oder weil die Haltung zu aufwendig von der Zeit, werden sie ausgesetzt und sich selbst überlassen. Es gibt auch Fälle, dass der Besitzer seine Aggressionen an betreffendem Tier auslässt und irgendwann abschiebt.

Je nach Behandlung durch uns Menschen, kann ein Tier aggressiv reagieren, zum Teil beißen oder in seinem Verhalten schwierig werden. Pferde landen meistens dann beim Schlachter und Hunde und Katzen schläfert man ein oder setzt sie aus.

Die folgenden Anzeichen können Hinweise für ein Trauma beim Pferd sein:

  • Das Pferd zeigt nach einem spezifischen Ereignis langfristig und dauerhaft Anzeichen eines erhöhten Stressniveaus, bspw. erhöhte Schreckhaftigkeit insgesamt, im alltäglichen Umgang reduzierte Entspannungsfähigkeit, verändertes Sozialverhalten, das Pferd zeigt ein neuartiges Verhalten, z. B. Aggressivität, Lethargie, Panik in alltäglichen vormals routiniert ausgeführten Situationen, z. B. beim Anbinden, Auf Trensen, Satteln und auf der Weide.
  • Als Fluchttier ist das Pferd geneigt zu entspannen, wenn man nichts von ihm fordert. Traumatisierten Pferden fehlt diese Möglichkeit häufig. Pausen in bestimmten Arbeitsschritten führen bei traumatisierten Pferden dann häufig zu erhöhter Anspannung und Wachsamkeit

Hunde reagieren im Gegensatz zu Katzen mit einer hohen Bereitschaft zur Aggressivität gegenüber Menschen und eventuell auch gegen ihre Artgenossen, zumindest gegenüber dem schwächeren Part.

Katzen ziehen sich zurück von den Menschen, reagieren mit Fauchen und greifen zum Teil auch ihre Artgenossen an. Sie schnurren jedoch in dieser Zeit meistens um sich selber zu beruhigen, das Sozialverhalten hat sich auch hier wie bei Pferden und Hunden geändert.

Meine zwei Hauskatzen hatten ein ähnliches Schicksal getragen. Die Kätzin kam in das Tierheim, mit ihren Wurfgeschwistern wie man annahm, weil die Halter arbeitslos wurden und die Familie kein Geld mehr ausgeben wollte für Tiere.

Kater Felix, schätzungsweise 3 Jahre alt als er durch Zufall in mein Haushalt kam. Er war nicht nur traumatisiert sondern beißt bei der ersten besten Gelegenheit seine Halter, sobald man ihm zu nahe kam. Wenn er nicht einfach nicht in erste beste Ecke flüchtete wo er sich verbergen konnte.

Zusätzlich zeigten sein Verhaltensstörungen in einem Protestpinkeln.

Ich behandelte Ihn mit einem genauen Plan von Globuli. Es dauerte mehrere Monate bis er sich nicht nur streicheln ließ oder ich ihn und wieder in einen Korb legen konnte. Es zeigte sich vor allem, dass er vor Ihm fremden Menschen sehr viel Angst zeigte und sich versteckte.

Ich als Fachkraft für Tiernaturheilkunde dachte sogar ihn wegzugeben, weil ich mich manchmal fragte ob das Tier durch seine Traumen je normal leben kann. Es war eine sehr schlimme Zeit für meine anderen Tiere und mich. Und ich frage ob ich ihn abgeben muss zum Wohl meiner anderen Tiere.

Die Geschichte von Kater Felix könnte sein, dass das Tier, auf Grund eines Umzuges ausgesetzt wurde. Wie alles mit Tieren zusammenhängt versuchen wir Tierheilnaturkundler die Hintergründe zu erfragen warum das Tier so krank ist in seiner Seele oder im Körper.

Sein Verhalten äußerte sich, dadurch dass er laut schrie und beim Ankommen in meinem Haushalt über das Katzennetz lief und senkrecht über das Katzennetz kletterte und dann unter der Tür von der Geschirrspülmaschine verschwand und dort tagelang blieb ohne das er sein Essen kaum angerührt hatte. Als nächstes wanderte er hinter der Couch und blieb dort einige Zeit lang. Er benutzte kaum seine Kiste und rührte sein Essen nur hin und wieder an.

Irgendwann suchte er sich ein Raum aus, dass Badezimmer oder hielt er sich stets hinter einem Schrank auf, wenn jemand rein kam. Mit dem Essen wurde es in der Zeit besser auch mit dem Trinken.

Auf den Kontakt zu den anderen Tieren verzichtete er anfangs ganz.

Im Dezember 2014 kam er hin und wieder aus seinem Zimmer hervor und spielte mit dem Spielzeug. Sobald ich in seine Nähe kam er Panik und raste zurück in sein Zimmer das ihm eine Art Sicherheit bot. Hin und wieder pinkelte er aus prostest irgendwo hin. Hin und wieder verprügelte er regelrecht seine Artgenossin. Irgendwann fing ich mit der Therapie an und therapierte Ihn mit Opium Globuli. Es zeigte sich das eine bei weitem nicht ausreichte weil sein Trauma zu tief saß in seiner Seele.

Bei unserem Umzug in eine andere Wohnung, ließ er sich nur mit Mühe in den Transportkorb bringen.

Ich begann langsam mit der Behandlung;

  • Zuerst gab ich ihm eine Gabe Rescue Tropfen in sein Essen und rede langsam und leise mit ihm um sein Vertrauen zu gewinnen.
  • Nach der ersten Woche erhielt er eine Gabe Opium C200 zur Verarbeitung seines Traumas und nach weiteren 8 Wochen erhielt Kater Felix 2mal Nux Vomica C30 je 3 Globuli täglich.
  • Nux Vomica wurde ebenfalls 12 Wochen verabreicht, da er so aggressiv auf fast alles reagierte.

Nach 6 Wochen zeigten sich die ersten Behandlungserfolge, inzwischen zeigten sich die ersten Erfolge auf Opium und Nux Vomica.

Die weiteren Behandlungen:

  • morgens wurde Nux Vomica, abends Lachesis (für seine Eifersucht) weiter verabreicht.
  • Da Lachesis nicht die gewünschte Wirkung zeigte ich auf Stranounium C30 um und es stellte sich sofort eine Erstverschlimmerung ein.
  • Stranounium C30 wurde zuerst 1-mal täglich, oral verabreicht, 3 Wochen später alle 2 Tage.
  • In der ganzen Behandlungszeit legte ich Kater Felix Pads von Livewave in sein Körbchen

Nach Abschluss des Möbeltransportes änderte sich sein Verhalten um 70 %, er kam zu mir, forderte Zärtlichkeiten ein legte sich abends auf s Bett, verprügelte nicht mehr so oft seine Artgenossin und reagierte auf Klicker Training. Er war nicht mehr so ruhelos, sondern mehr ausgeglichen. Kater Felix bekam gleich nach dem Einzug in die neue Wohnung nochmals eine Gabe Opium.

Inzwischen führt Kater Felix ein normales Katzenleben, als Wohnungskater und ist sehr viel ausgeglichener als beim Einzug in meinem Haushalt.

Ich selbst habe 2 Seminare Tierkommunikation absolviert, und war überrascht wie Tiere unterschiedlich reagieren.

Manche glauben an die Tierkommunikation, dass diese bei jedem Tier den gewünschten Erfolg zeigt. Es kommt darauf an ob das Tier mit dem Tierkommentator über die Bildenergie zu kommunizieren bereit ist oder ob ein Tierkommentator sich direkt mit dem Tier vor Ort unterhalten muss. Selbst hier kann es zu Schwierigkeiten kommen, da nicht jedes Tier bereit ist über seine Vergangenheit zu reden so wie wir Menschen. Oder ob es lieber verstockt reagiert und sich stur stellt und dem Kommentator nur sagt dass sie nicht rosig war.

Sie präsentieren oft ihren derzeitigen Istzustand ob das Tier sich gerade wohl befindet oder es gerade Stress verspürt. Notwendig ist jedoch meistens eine zusätzliche Ausbildung in Energiearbeit. Bei der Befragung, entspannt sich das befragte Tier und scheint für Laien in eine Art Schlaf zu fallen.

Bei der Fernbefragung konzentriert sich der Tierkommentator auf das betreffende Bild und bekommt die Gespräche in Bildern vermittelt. Jedoch würde ich mich als Tiertherapeut nicht auf eine Tierkommunikation verlassen, sondern meine eigene Diagnose erstellen.

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