Hufrehe bei Pferden – Ursachen und Symptome

Es gibt viele Fachberichte über Hufrehe, doch in keinem wurde erwähnt, ob der Huf des Tieres wieder nachwächst. In den nächsten Tage werde ich hier einen weiteren Artikel zu diesem Thema mit einem Erfolgsbeispiel der letzten Zeit veröffentlich. Zunächst hier einige Hintergrundinformationen zur Hufrehe:

Was ist Hufrehe?

Die Krankheit kann diverse Ursachen bzw. Auslöser haben, sodass verschiedene Formen unterschieden werden.

Ausgelöst wird die Hufrehe meistens durch Überfütterung des Pferdes. Zu viel Zusatzfutter wie Rübenschnitzel, Rüben, Obst, zu viel Mineralfutter im Herbst und Winter, Pferdeleckerlis, in denen meistens Zucker und Melasse enthalten sind, zu schnelles und zu langes Weiden im Frühjahr, da der Fruktose Gehalt im Gras sehr hoch ist, und zu wenig Bewegung und Arbeit, um dem Pferd einen gewissen Ausgleich zu schaffen.

Daraus können Stoffwechselstörungen entstehen, Lebererkrankungen und andere Zivilisationskrankheiten. Als Folgeerkrankung stellt sich dann irgendwann eine Hufrehe ein. Daher könnte man auch eine Futterrehe als Zivilisationskrankheit sehen. Sie überlastet sämtliche Organe in ihrer Funktion.

Symptome

Die Hufrehe selbst beginnt mit Durchblutungsstörungen vorwiegend in den Füßen und weitet sich auf die Hufe aus. Dadurch entsteht eine Entzündung in der Huflederhaut. Man kann sich das vergleichsweise wie eine sehr schwere Nagelbettentzündung vorstellen und dass dazu zu kleine und enge Schuhe getragen werden.

Durch die Schwellung wird die Befestigung des letzten Zehenknochens (Hufbein) beeinträchtigt. Das Hufbein senkt sich daraufhin und drückt auf die Hufsohle, so dass sich der Hufbeinrand verformt. Es kann sogar vorkommen, dass der Knochen durch die Hufsohle hindurch dringt und frei liegt. Das Hornwachstum ist massiv gestört, sodass eine gesunde Entwicklung des Hufes nicht mehr möglich ist. Das nachwachsende Hufhorn bildet bei jedem Reheschub einen Schnabel und der Huf verformt sich mehr zu einem sog. Schnabelhuf. Wird ein Tier vernachlässigt und nicht behandelt, sieht man gelegentlich lange, wie Bananen gekrümmte Hufe – dies wird als Tierquälerei eingestuft und strafrechtlich verfolgt.

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