Spat bei Pferden – Ursachen und ihre Behandlung

Spat ist eine Erkrankung einer oder mehrere Sprunggelenke.

Sie führt in 80% der Fälle zu Lahmheiten, die Erkrankung verläuft meist schleichend und nicht ersichtlich für Freizeitreiter oder Laien.

Das Sprunggelenk des Pferdes setzt sich aus mehreren kleinen Knochen zusammen. Die wenigen beweglichen Gelenke – straffe Gelenke entzünden sich.

Die Ursachen bei dieser Erkrankung sind nicht wissenschaftlich voll geklärt, es hat sich jedoch herausgestellt, dass laut Statistik die Diagnose „Spat“ öfters als in früheren Jahren diagnostiziert wird. Zum Teil wird eine Fehlstellung des Sprunggelenks zu spät erkannt, oder das Sprunggelenk des Pferdes wird durch harte Arbeit übermäßig belastet. Bei einer übermäßigen Belastung des Sprunggelenks sollte man die Turnierbedingungen in Betracht ziehen, da auch in diesem Bereich mittlerweile sehr hohe Anforderungen an Pferd und Reiter gestellt werden.

Um eine geziehlte und effiziente Behandlung zu garantieren sollte man die verschieden Ursachen in Betracht ziehen. Ursachen können sein:

  • Fehlstellung des Beines oder Gelenks, dadurch nimmt das Pferd eine Fehlhaltung ein
  • Fütterungsfehler, nachweisbar über einen Allergietest und ein großes Blutbild
  • Verletzungen, wie Tritte, Quetschungen oder Verstauchungen die auch bei Fohlen vorkommen während ihrer Spiele auf der Weide, aber auch bei erwachsenen Tieren
  • Hohe sportliche Leistung im Turniersport
  • Wissenschaftlich diskutiert wird auch zum Teil die Erkrankung durch Vererbung

Die Symptome bei einem Pferd, das bereits einen voll entwickelten Spat hat, sind unübersehbar. Das Pferd hat große Schmerzen und lahmt, es nimmt eine Fehlhaltung sowohl beim Stehen als auch beim Laufen ein, um sein Bein zu entlasten. Anfangs kann es nur unter Belastung lahmen oder bei Beginn der Arbeit.

Sehr viel häufiger erkennt man das Lahmen beim Antraben. Je mehr das Pferd läuft desto weniger lahmt das Pferd, es läuft sich ein. Das Pferd versucht zum Beispiel die vorderen Hufe mehr zu belasten, dadurch nutzten sich die Hufe und die Hufeisen in den vorderen Bereichen schneller ab als die Hufe und die Hufeisen in den hinteren Bereichen.

Bei der Untersuchung werden verschiedene Untersuchungsgänge durch den Tierarzt durchlaufen, die Beugeprobe, hierzu beugt das Pferd ein bis eineinhalb Minuten sein Bein bzw. alle vier Beine nacheinander. Der Untersucher lässt das Tier im Anschluss vortraben. Es kann aber auch im Stand und in der Bewegung untersucht werden. Beim Laufen lässt man das Tier anlaufen lahmt das Pferd erkennt man das durch Gangunreinheiten. Bei schweren Symptomen entlastet das Pferd erkrankte Bein teilweise und es nimmt eine Fehlhaltung ein beim laufen und stehen.

Bei einigen Pferden kann man beim Abtasten eine knöcherne Neubildung im Innenteil des Sprunggelenks fühlen. Eine andere effiziente Untersuchung ist eine „diagnostische Injektion“ – dazu spritzt man ein Betäubungsmittel an bestimmte Stellen des Beines und betäubt so die schmerzhafte Stelle. Das Pferd lahmt weniger und der Tierarzt kann so genau ausmachen, dass der Schmerz von einer Stelle im Sprunggelenk ausgeht.

Am besten und meine bevorzugte Untersuchung ist ein Röntgenbild an den Sprunggelenken und eine Beugeprobeuntersuchung. .Eine Spaterkrankung ist leider bei Röntgenuntersuchungen erst in einem späten Stadium zu erkennbar. Jedoch hat es den Vorteil, dass man dem Tier nicht weitere Schmerzen zufügt.

Schon bei dem geringsten Anzeichen von Lahmheit sollte man unverzüglich fachmännische Hilfe holen. Und auch nicht zögern, wenn sich das Pferd lahmt und sich erst einlaufen muss.

Vorbeugen kann der Besitzer durch eine ausgewogene Fütterung, keine zu starke Belastung für die Gelenke und viel Bewegungsmöglichkeiten auf der Weide auch für Turnierpferde. Generell sollte ein Pferd nicht zu hart und ungleichmäßig trainiert werden , sondern gleichmäßig und in einer gleichen Zeit und das gleiche Programm.

Es empfiehlt sich, dass der Besitzer regelmäßig auf eine Fehlstellung achtet und ein guter Beschlag die Gelenke entlastet. Um Verletzungen im Gelenkbereich zu vermeiden, sollte man regelmäßig die Umgebung kontrollieren auf spitzige Gegenstände, Nägel, Glasscherben, Holzsplitter und Split.

Schulmedizinisch wird Spat meistens mit Cortison behandelt. In der Schulmedizin gilt Spat als unheilbar. Alternativ werden die Schmerzen beim Tier behandelt und reduziert, schmerzlindernde Maßnahmen vorgenommen wie ein angepasster Hufbeschlag, der das Sprunggelenk entlastet. Eine Gelenkversteifung könnte durchgeführt werden, oder alternativ eine OP nach Peter Schmidt oder Warmberg.

In der alternativ Medizin sind jedoch schon inzwischen beachtliche Erfolge erzielt worden und es gibt einige Behandlungsmethoden die zum Teil durch Einzelmittel oder mit Komplexmittel behandelt werden können. Jedoch sollte man auf eine Selbstmedikamentation verzichten, um Kosten zu sparen, da dies zu einem Jojo-Effekt führen könnte. Ein guter Homöopath, der die Behandlung durchführen kann, wird sich mehrmals Ihr Pferd ansehen und behandeln. Selbst die Behandlung, die „Pferdewiki“ vorschlägt, sollte man einen guten Homöopath mit einbeziehen. Als zusätzliche Behandlung eignet sich auch eine physikalische Behandlung.

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