Unser Tier wird älter

Alle Tierbesitzer übernehmen Verantwortung, sobald sie sich für ein Tier entscheiden. Was bedeutet das für einen Menschen, Verantwortung für ein Tier sein Leben lang zu übernehmen?

Zunächst ist die Person zuständig für die Grundversorgung des Tieres, dazu zählt, Fressen, Trinken, Bewegung, Gesundheit, bei Hunden, Gassi gehen, bei Katzen die Katzentoilette zu reinigen und bei anderen Tieren dafür zu sorgen, dass sie mehr als ausreichend artgerecht untergebracht sind und beschäftigt werden.

Von Mensch zu Mensch ist es verschieden, wie ein Tier dazu versorgt ist. Bei den meisten Personen in Deutschland ist die Katze und der Hund bzw. das Pferd nicht nur ein Haustier oder ein Besitz, sondern wird als Familienmitglied gesehen, und das Tier bekommt die gleiche Liebe und Zuneigung wie ein Familienmitglied und ist als solches in diesem Verband integriert. In diesem Fall ist das ältere Tier auch mit seinen Altersbeschwerden sehr gut aufgehoben.

Alter ist keine Krankheit, es ist ein natürlicher Lebensprozess und ein normaler physiologischer Abschnitt. Aber in der Tiefe des Menschen im 21. Jahrhundert hat sich eine natürliche Abneigung gegen Alter und Krankheit bei einem hohen protzentualen Anteil der Bevölkerung entwickelt. In unsere heutigen Gesellschaft ist Alter ein Lebensabschnitt, vor dem viele eine Abwehr spüren. Wir sind zwar gerne bereit alt zu werden, aber nur, wenn wir dabei unsere sieben Sinne und unsere Mobilität bewahren. Angst und Sorge erfüllen die meisten Menschen, wenn sie pflegebedürftig oder hilfsbedürftig werden. Diese Ängste haben unsere Tiere nicht. Sie nehmen eine natürliche Haltung gegenüber ihrem Mobilitätsverlust und Krankheiten ein.

Die ersten Anzeichen des Alterns bei einem Tier zeigen sich deutlich:

  • Die Kondition lässt nach, genau wie die Leistung der Sinne
  • Die Haare am kopf werden häufig grau
  • Die Linsen in den Augen werden zunehmend trüb
  • Die Muskulatur am gesamten Körper baut allmählich ab. Die Geschmeidigkeit der Bewegungen lässt nach und verwandelt sich in steife Bewegungen.
  • Unser Tier schläft mehr und legt öfters Ruhepausen ein und tiefer.
  • Das Hörvermögen lässt nach.
  • Unser Tier ist anfälliger für Krankheiten

Sollte ihnen ein oder mehrere Punkte an ihrem Tier auffallen, dann sollten sie es regelmäßig einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker vorstellen und untersuchen lassen.

Sie sollten für ihr Tier auch regelmäßig einen Tierphysiotherapeuten buchen, der dass Haustier und ihren Liebling, physiotherapeutisch behandelt und für eine Mobilisation des Bewegungsapparates sorgt. Ein guter Tierphysiotherapeut zeigt ihnen auch Übungen, die sie zusätzlich zu Hause bei ihrem Tier machen können.

Bei älteren Tieren spielt eine gesunde Ernährung eine große Rolle, die meisten Erkrankungen im Alter kommen durch eine ständige falsche Ernährung. Diese sollte bei Katzen nicht zu viel Eiweiß, Kalzium und Phosphor enthalten. Selbst ältere Tier und gerade ältere Senioren können mit einem anderen gesünderen Essen umgestellt werden.

Eine Beratung bei chronischen Krankheiten oder bei aussichtslosen Therapien durch Bekannte, Freunde, Tierheilpraktiker oder Tierarzt, ist möglich – aber auch hier muss der Tierhalter selbst entscheiden.

Als liebevoller Tierhalter werden wir unsere Tiere fast täglich beobachten, wie es ihnen geht. Nach besten Wissen und Gewissen zu urteilen ist schon schwerer.

Bei folgenden Krankheiten und Unfällen ist ein sehr schnelles Handeln notwendig:

  • Aortenthrombose bei Katzen
  • Unfall bei Katzen
  • Schwere blutige Entzündungen von Magen und Darm bei Hunden und Katzen
  • Bandscheibenvorfall beim Hund
  • Niereninsuffizienz bei der Katze
  • Tumorerkrankungen bei Hund und Katze
  • Schwere Hüftgelenksdysplasie – HD beim Hund

Zu manchen Themen habe ich in meiner Homepage bereits Stellung genommen, bei anderen Krankheiten können sie zu einem späteren Zeitpunkt einen Fachbericht herunterladen.

Ich als Tierheilpraktikerin tendiere inzwischen dazu, dass man dem Tier nochmals eine Chance auf Heilung gibt, bevor man die endgültige Entscheidung trifft einzuschläfern.

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