Die Niereninsuffizienz bei Katzen, Hunden und Pferden

Die Niereninsuffizienz stellt sich entweder schleichend oder akut ein. Es handelt sich hierbei um eine Nierenschwäche bei den Tieren. Betroffen sind meist Katzen, Hunde aber auch Pferde. Es ist eine unheilbare Krankheit. Bei Katzen und Hunden wird sie meist zu spät erkannt, weil die Besitzer nicht mit den Symptomen vertraut sind. Schulmedizinisch kann die Krankheit nur durch eine Blutuntersuchung diagnostiziert werden. Eine Behandlung ist dann meistens erfolglos, weil die Diagnose zu spät gestellt wurde. Für Besitzer von Katzen, Hunden und Pferden gibt es viele Anzeichen, die wahrgenommen werden können so dass rechtzeitig eine Behandlung durchgeführt werden kann. Eine Katze, ein Hund und ein Pferd kann jahrelang mit dieser chronischen Erkrankung leben.

Bei den angeführten Tieren kann die Krankheit verschiedene Ursachen haben:

  • Impfschäden oder zuviel Antibiotika, das das Tier in seinem Leben erhalten hat. Dadurch können sich Vergiftungserscheinungen entwickeln.
  • Es ist zuviel Stress im Umfeld des Tieres, so dass es daraus eine Krankheit erwerben kann.
  • Das Tier egal welcher Art, hat eine degenerative Erkrankung bekommen, weil die Funktion der Nierenleistung bei höherem Lebensalter nachlässt.
  • Das Nierengewebe ist durch Verletzungen vernarbt und schränkt daher seine Funktion ein. Eine Nierenschwäche kann die Folge sein.
  • Hund oder Katze wurden vergiftet durch Köder etc. Hier sind vor allem Freigänger bei Katzen und freilaufende Hunde betroffen.
  • Das Tier bekommt eine Infektion, die nicht erkannt und nicht behandelt wurde.
  • Das Tier wurde überernährt und besonders bei Hunden und Katzen kann eine zu stark eiweißreiche Kost belasten. Katzen benötigen sehr wenig Eiweiß in ihrer Ernährung, Hunde nur eingeschränkt. Daher begünstigt eine mangelhafte Ernährung auf Dauer eine Nierenschwäche insbesondere bei der Katze.
  • Verminderte Durchblutung der Niere: Ist die Niere nicht ausreichend durchblutet, wird das empfindliche Nierengewebe nicht ausreichend versorgt. Nierenschäden und eine dauerhafte Nierenschwäche sind die Folge.
  • Missbildungen der Niere – Zysten oder eine Zystenniere , oder nur eine Niere statt der paarigen Niere.
  • Immunreaktionen wie z. B. Krankheitserreger (Bakterien, Viren, Pilze und ein- und mehrzellige Parasiten – z.B. Würmer) können durch die Abwehrstoffe die feinen Nierengefäße verstopfen.
  • Tumore, die sich im Körper vermehren.

Eine eingeschränkte Nierenfunktion fällt anfangs niemanden auf, da sich zunächst gesundes Nierengewebe vermehrt und die Aufgabe der zerstörten und abgestorbenen Nierenzellen übernimmt. Die Niere selber nimmt an Größe zu und wird als renale Hypertrophe bezeichnet. Ist nur eine Niere geschädigt, übernimmt die zweite gesunde Niere die Arbeit und gleicht den Nierenschaden aus. Kommt es jedoch zu einer weiteren Schädigung, was meistens der Fall ist, zeigen sich bei dem Tier die ersten Symptome einer Nierenschwäche.

Der Krankheitsverlauf der Niereninsuffizienz ist zum Teil sehr dramatisch. Das Verhalten der Tiere verändert sich, weil die Nerven zum Teil mit erkranken. Die Krankheit entwickelt sich meist im Verborgenen so dass auch einem guten Tierhalter entgehen kann, was sich vor seinen Augen abspielt. Selbst ein Therapeut sieht meist zu spät, dass das Tier an Niereninsuffizienz erkrankt ist. Die Blutwerte zeigen die Krankheit meist erst zu einem Zeitpunkt  an, wenn es für eine gute Behandlung zu spät ist. Die Laborwerte zeigen erhöhte Eiweiß- und Glucose-Werte im Blut an, im Urin erkennt man Blut, Eiweiß und Glucose. Wobei ein guter Urinwert nur feststellbar ist, wenn der Urin gleich getestet wird, sobald er den Körper verlassen hat. Eine lange Warte- und Transportzeit sollten diese Messungen nicht haben, da sich der Urin verändert, wenn er lange gelagert wird.

Je nach Krankheitsbild ist der Harn ebenfalls verändert, sowohl was die Farbe, den Geruch als auch die Konsistenz betrifft. Der Urin kann Eiter und Blut enthalten. Oft tritt bei dem Tier erhöhte Temperatur, Fieber ein, und der Appetit kann abnehmen. Mmanchmal treten Erbrechen und Durchfall  sowie ein auffälliger Mundgeruch auf. Bei manchen Prozessen ist der Rücken gekrümmt, da das Tier sehr große Schmerzen hat. Der Gang ist bei der Katze zum Beispiel sehr schleichend, weil ihr jeder Schritt weh tut.

Eckig können die Bewegungen bei diesen erkrankten Tieren werden, da der Muskulatur von der Niere zuviel Eiweiß entzogen wird. Die Augen trüben ein, der Blick des Tieres ist verschwommen durch die Trübung der Hornhaut und der Linse. Die Lidbindehaut ist entzündet (bei Pferd, Hund, Katze).

Die akute Nephritis zeigt noch andere Krankheitszeichen: durch die erheblichen und plötzlichen Schmerzen kann ein aufgeregtes Umhergehen in einer gekrümmten Körperhaltung auftreten. Der Harnabsatz ist eingeschränkt und schmerzhaft. Die Nierengegend ist sehr empfindlich und wärmer als die Umgebung.

Bleibt bei einer akuten Niereninsuffizienz die Behandlung aus, kann es sich zu einer chronischen Niereninsuffizienz entwickeln.

Leichte Nierenentzündungen sind beim Pferd noch schlechter zu diagnostizieren, da der Besitzer noch weniger die Anzeichen mitbekommt als bei Hund und Katze. Das Pferd setzt häufiger Harn ab und es bleibt meistens unbemerkt. Bei einer leichten Nierenschwäche wird das Pferd ein absonderliches Verhalten zeigen. Die Giftstoffe, die durch die schwache Nierenfunktion im Körper verbleiben, geraten mitunter durch die Blut– und Gehirnschranke und führen bei dem Pferd zu Wahrnehmungsstörungen. Die Muskulatur dieser Pferde kann fest werden und sie bekommen angelaufene Beine (dicke Beine). Es können Ekzeme auftreten, die auf eine Nierenentzündung und Leberentzündung hinweisen können. Bei manchen Tieren kann man Rückenprobleme im Beckenbereich feststellen, da die Schmerzen ausstrahlen.

Die Giften von Schimmelpilzen (mehr oder weniger in den Getreide– und Heuchargen), auch Schwermetalle und Überdosierungen von synthetischen Vitaminen wie C, D und K und ein Zuviel an Arzneimitteln, können bei diesem Tier diese Erkrankung verursachen.

Wie bei den anderen Tieren kann die Krankheit bis zu endgültigen Urämie – endgültiges Nierenversagen – verlaufen und den Tod des Tieres verursachen. Nierenversagen kann auch die Ursache von Herz- und Kreislaufversagen sein.

Chronische Niereninsuffizienz

Die Symptome bei einem erkrankten Tier sind verschieden:

Hunde und Katzen haben ein schuppiges Fell, das Tier schläft viel. Erhöhter Durst, Bewegungsarmut, der Appetit verändert sich. Die Tiere setzen mehr Urin ab als gewöhnlich (teilweise ist dies bei mehreren Tieren schwer zu verfolgen). Der gestörte Stoffwechsel führt zu Knochenentkalkung. Bei schweren Störungen der Niere ändert sich das Verhalten der Tiere. Zum Teil werden sie unsauber.

Bei Katzen ist es auffällig, dass das Tier erbricht und zu Durchfall neigt. Es wirkt müde und erschöpft. Mit diesen Symptomen kann eine Behandlung mit Solidago eingeleitet werden. Magert das Tier ab und zeigt Verhaltensauffälligkeiten, wie Unsauberkeit, oder verändert sich das Verhalten des Tieres , das sich meistens im Schreien äußert, die Bewegungen eckig werden und es sich ganz zurückzieht, sollte sofort an eine Niereninsuffizienz gedacht werden, die durch diese typischen Verhaltensmuster geprägt sind.

Die Veränderungen treten meist nicht gleichzeitig ein bzw. sind nicht bei allen Tieren gleich. Sie können natürlich auch verschiedene andere Ursachen haben.

Bei Pferden ist eine akute und chronische Niereninsuffizienz noch schlechter bemerkbar, da der Besitzer das Tier meist nicht jeden Tag sieht und die Unterbringung des Tieres meist woanders erfolgt. Das Pferd neigt dann vermehrt zu Angstzuständen und Schreckhaftigkeit. Das Tier bekommt einen schwermütigen Ausdruck und neigt zu Depressionen. Der schwermütige Ausdruck des Gesichtes kommt von der narkotisierenden Wirkung des Harnstoffes, der nicht mehr ausreichend abtransportiert wird. Das Fell nimmt einen leichten Uringeruch an. Das Tier magert zusehends ab und das Fell wird stumpf.

Behandlung

Die Behandlung der Tiere kann sowohl auf homöopathischen Weg als auch über die schulmedizinische Wege erfolgen, wobei der homöopathische Behandlungsweg für das Tier schonender ist.

Wird ein Mittel zur Stärkung der Niere eingesetzt, verwendet man 3 Komplexmittel von Heel, die unter der Aufsicht des Tierheilpraktikers eingesetzt werden. Die Verabreichung sollte täglich erfolgen, 14 Tage lang, und dann 1 mal wöchentlich. Dabei muss das zu behandelnde Tier jeweils 1ml pro Komplexmittel nehmen. Die Behandlung dauert ca. 4 Wochen. Als anschließendes Dauermedikament wird je nach Krankheits- und Patientenbild ein homöopathisches Mittel in der D 1 bis zur D6 gewählt, das täglich verabreicht wird.

Hunde und Katzen sollten ein gutes Futter erhalten. Meistens nehmen Katzen und Hunde in diesem Stadium kein spezielles Nierenfutter an. Als Alternative kann man barfen bzw. den Tieren 1mal in der Woche Fisch reichen. Allerdings sollten Hunde und Katzen zusätzlich mit ausreichend Vitaminen versorgt werden; Katzen müssen zusätzlich ausreichend Taurin erhalten.

Ein gutes ökologisches Haustierfutter enthält keine chemischen Zusatzstoffe sondern natürliche Vitamine in Form von Gemüse, Kohlehydraten und natürlichem Taurin im Katzenfutter (siehe Ernährung).

Stress sollte sowohl bei Hunden, Katzen als auch Pferden vermieden werden. Eine Katze und ein Hund sucht sich meistens in der Wohnung selbst einen Platz, der Besitzer sollte das Tier dort lassen. Manche Tiere reagieren sogar auf Staubsauger mit Stress –  hier sollte nach einer geeigneten Möglichkeit gesucht werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.